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10.05.11 um 7.08 Uhr - von K*. - " Hab Angst"


hy war heute krank wegen einer depprison und schlaf mangel.war beim arzt und der hat mich aber nicht krank geschrieben.was soll ich machen.bin bei einem arbeitsträng und bei ams gemeld.jetzt gehts mir noch schlechter als vorher hab angst (9.05.11)

Antwort:
wieso hat er sie nicht krank geschrieben?
war das der hausarzt?
ansonsten überweisung zu einem facharzt geben lassen.
zum psychologen.
ps. für heute müssten sie auf alle fälle wegen arztbesuch entschuldigt
sein - oder?


9.05.11 um 7.39 Uhr - von P*. - "Phönix?"


Liebes Soned Team!
Habe eine Einlladung zu Phönix erhalten.
Ist diese Zwangsmassnahme freiwillig? Wie soll ich mich verhalten?
Liebe Grüße,auf Antwort hoffend + Danke- P.
(8.05.11)

Siehe Antwort an Sc*. - "Erfahrungen zu Phönix?" Alles Gute!


7.05.11 um 19.02 Uhr - von Mag. A.F. - "S.A.M. vom AMS angezeigt!"
"Das Wiener Arbeitsmarktservice zeigt seinen größten Stiftungsträger wegen Betrugs und Missbrauch von Fördermitteln an."

"Versicherten-Gemeinschafts-Schädiger!"


Auch Negativwerbung ist Werbung - davon hat das AMS bekanntlich genügend - oder doch nicht?

Mit AMS-Geldern stiften gegangen
http://kurier.at/wirtschaft/2100068.php

Arbeitskampf könnte Schulungen gefährden
Rund 5000 im AMS-Umfeld tätige, fix angestellte Trainerinnen und Trainer proben den Aufstand.
http://kurier.at/wirtschaft/2100070.php

Liebe Grüße, Mag.A.F.

Anmerkung zum Zwangsmassnahmen-TrainerInnenkampf:
"Die möchten lieber selbst noch weiter Arbeitslose zwischen die Finger kriegen, als, als Arbeitslose zwischen die Finger der Ex-KollegInnen gezwungen werden!"


7.05.11 um 20.36 Uhr - von Mag. A.F. - Apropos Bfi + TrainerInnen
RE: Artikel \"Arbeitskampf könnte Schulungen gefährden:

Zitat: Das gewerkschaftsnahe Berufsförderungsinsitut (bfi) ist wichtiger AMS-Partner - und zahlt nicht unbedingt die höchsten Gagen.

Ein Großteil der beschäftigten Trainer ist am bfi, im Projekt Aktivierungs- und Praktikumsbörse, nur in Teilzeit angestellt.

Versetzungen von einem Projekt zum nächsten bzw. von einem Standort zum nächsten erfolgt sehr rasch, praktisch von einem Tag auf den anderen!!

Die Konkurrenz unter den Trainern dort ist sehr groß, wie wir (die Gruppe) life vor Ort miterleben durften:

Unsere Gruppe durfte einmal um 20 Minuten früher gehen. Am nächsten Tag wurde uns mitgeteilt, dass früher gehen nicht mehr möglich ist, da es eine Beschwerde-E-Mail an die Koordinationsstelle des bfi, seitens eines Trainers (aus dem Nachbarraum) gab!!

Liebe Grüße, Mag.A.F.

9.05.11 um 7.13 Uhr - von S. - "Immer noch frage ich mich, auf welchem Baum so ein Menschenschlag wächst."
Betrifft: S.A.M. vom AMS angezeigt
Es war schon Zeit, dass man bei diesem Sklaventreiberverein S.A.M. endlich ausgemistet hat und wenn man schon dabei ist, könnte man auch gleich sämtliche AMS-nahen Kursinstitute durchleuchten. Ich denke, das wäre dringend nötig.

Bei S.A.M. musste ich mich vor einiger Zeit auch einmal bewerben und zwar direkt nach meinem Meldetermin. Meine damalige AMS-Beraterin, Frau Su.Sa., hat auf die Zuweisung zu S.A.M. \"sofort bewerben\" geschrieben, mit mindestens 5 Rufzeichen. Ich musste im 5.Stock auch gar nicht lange das Zimmer dieser Firma suchen, denn die AMS-Mitarbeiterin, Frau M., hat mich bereits im Eingangsbereich abgepasst. Woran sie mich erkannt hat, war mir damals ein Rätsel, ich hatte mit dieser Frau vorher noch nie etwas zu tun gehabt. Anscheinend hat meine Beraterin sie telefonisch kontaktiert, um mir keine Möglichkeit zum Ausweichen zu geben.

Bei dieser Bewerbung, - die auch am nächsten(!) Tag noch möglich gewesen wäre, - hatte ich weder Lebenslauf, noch Firmenzeugnisse mit, was meine Beraterin, Frau Sa., locker beiseite schob, mit den Worten, \"das können sie nachreichen\", wohl wissend, mit welchem Typ Mensch ich mit Frau Sa. zu tun haben werde. Ich betrat das Zimmer dieser Frau, - als Verstärkung hatte sie eine junge Kollegin neben sich sitzen - und sagte ihr, dass ich keine Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse) über meinen beruflichen Werdegang mit hätte, weil das vorher noch nie am AMS nötig war. Plötzlich schrie sie mich an, \"das habe ich alles schon tausend Mal(!) gehört....!\" und \"ich sehe Ihnen direkt an, dass Sie eigentlich nicht wollen\". Ihre begnadete hellseherische Gabe war wirklich bemerkenswert, denn nicht einmal meine damalige Beraterin, Frau Su.Sa, für deren Charakteristik mir die Worte fehlen, hat in mir je Arbeitsunwillen feststellen können. Die Frage nach meinem Tagessatz habe ich nicht beantwortet, ich wies Frau Sa. lediglich darauf hin, wenn sie ihn erfahren möchte, kann sie ja meine Beraterin fragen, was sie dann - nicht gerade erfreut - persönlich getan hatte. Selbstverständlich hat sie diesen auch übermittelt bekommen, was, so glaube ich, nicht wirklich jemand wundert, der bereits längere Zeit Kunde des Arbeitsamts ist.

Irgend etwas an meinem Auftreten hat Frau Sa. für die zukünftige Tätigkeit bei SONY nicht überzeugt, so dass ich einen Stempel auf meine erfolgte Bewerbung bekam und gehen durfte. Im nachhinein habe ich mich furchtbar geärgert, denn ich war mir keiner Schuld bewusst. Ich kannte S.A.M. damals noch nicht und habe mich daher sofort per mail bei Frau M., die für die Fa. S.A.M. zuständig war, beschwert. Ob meine Beschwerde über das mir gegenüber gezeigte Verhalten ernst genommen wurde, weiß ich nicht. Ich hab\' es dann gut sein lassen und war froh, dass ich heil aus der Sache rausgekommen bin, denn inzwischen war mir durch das Internet bekannt, mit wem ich es bei dieser Firma zu tun hatte.
Während der gesamten Bewerbungsphase - es waren locker 50 Leute angestellt - stand ein Securitymann direkt vor Frau Sa. Zimmer.

Ich habe seit meiner Arbeitslosigkeit schon mit etlichen unangenehmen Leuten zu tun gehabt, Trainern und AMS-Bediensteten, aber immer noch frage ich mich, auf welchem Baum so ein Menschenschlag wächst. (8.05.11)



6.05.11 um 20.28 Uhr - von (anonymisiert am 23.03.17) - "Chronologie eines AMS Dramas / Wahnsinns"
"Ist eine Versicherung, die sich so verhält, legal?"

"Im Laufe der Monate werden immer neue Schikanen erfunden, jedes Engagement im Keim erstickt, der Rest an Selbstbewußtsein und Motivation zerstört, Frust und Perspektivlosigkeit verbreitet."


Über den Leistungsunwillen einer Amtsstubenversicherung

Chonologie einer teuren Sparmaßnahme


*, Diplomierter Ergotherapeut - so hieß es 15 Jahre lang. Dass ich sonst auch noch schreibend, gestaltend und sonst vielseitig kreativ tätig war, interessierte mangels kommerziellem Erfolg niemanden. Erst als ich einen neuen Chef bekam, und das halbe Team kündigte, begann meine berufliche Identität zu wackeln.
Fünf Jahre später kann ich mir nicht mehr vorstellen, therapeutisch tätig zu sein. Aber zum Glück wurde mir ja eine Umschulung zugesagt.
Hier ein kurzer Abriß meiner Wartezeit darauf:


Herbst 2008

Mit der Benachrichtigung in der Tasche, dass mein Dienstverhältnis in Kürze enden wird, suche ich frühzeitig meine zuständige AMS-Stelle auf, um dort meine berufliche Situation, meine lang andauernden, schlimmen Mobbingerfahrungen und meinen Wunsch nach baldiger Umschulung zu erläutern.
Als Antwort erhalte ich lediglich ein knappes \"Kommen Sie wieder, wenn Sie arbeitslos sind!\"


Winter 2008/09

Begeistert von meinen vielfältig kreativen Fähigkeiten schlägt meine AMS-Betreuerin vor, mich an das Team 4, eine ausgegliederte Stelle des AMS, die für die Betreuung von Künstlern zuständig ist, zu vermitteln. Was diese Betreuerin anscheinend nicht weiß und sich mir erst Monate später offenbart, ist, dass ich die Voraussetzungen für die Betreuung durch diese Stelle nicht erfülle.


Frühling 2009

Meine Betreuerin scheint sehr freundlich und motiviert, aber nicht weniger planlos im Bestreben, mir eine Umschulung zu ermöglichen. Immer wieder lässt sie mich lange Listen an Berufswünschen aufzählen. Glücklicherweise sind diese aufgrund meiner vielfältigen Tätigkeiten, wie sie unter anderem auf eingesehen werden können, recht breit gefächert.

Da ich in meinen bisherigen kreativen Tätigkeiten schon einige praktische Erfahrung in der Gestaltung und Bearbeitung von Fotos und Filmen gesammelt habe, meine Produktivität und natürlich auch meine Vermittelbarkeit als unselbständig Erwerbstätiger aber unter dem Fehlen jeglicher diesbezüglicher Ausbildung leidet, schlage ich meiner Betreuerin verschiedenste Kurse in diesem Bereich vor. Ihrer Aufforderung Kostenvoranschläge für passende Kurse zu bringen, folgen monatelang weitere Aufforderungen nach mehr und mehr Kostenvoranschlägen, bis ich schließlich im Sommer 2009 die lapidare Antwort erhalte, das AMS zahle keine Fortbildungen in diesem Bereichen. Eine schriftliche Antwort auf das vom Arbeitsamt geforderte Motivationsschreiben mit einer konkreten Begründung der Ablehnung habe ich trotz mehrmaligen Urgierens nie erhalten.


Sommer 2009

Meine Betreuerin versucht, mich über einen Kurs doch noch bei oben erwähnter Künstler-Betreuungsstelle unterzubringen. Auch wenn dies nicht erfolgreich ist, so ist dieser Kurs doch die einzige Maßnahme des AMS in den letzen beiden Jahren, bei der ich etwas lerne.

Die restliche Wartezeit auf eine richtige Umschulung nutze ich dafür, die inzwischen fertig gestellte DVD des Dokumentarfilms \"Mit Geduld und Gottvertrauen\" an verschiedene Fortbildungsinstitute und Bibliotheken zu verschicken.


Herbst 2009

Obwohl von Seiten des AMS die Tatsache, dass ich meinen bisherigen Beruf als diplomierter Erogtherapeut wegen des schweren Mobbings nicht mehr nachgehen kann, niemals in Frage gestellt wurde, drängt meine Betreuerin darauf, mich doch \"irgendwo zu bewerben\". Da dabei nie geklärt werden kann, als was ich mich denn ohne Umschulung bewerben solle, erfordert es viel Phantasie und vor allem eine hohe Frustrationstoleranz, diesem Wunsch nachzukommen.

Ein Termin zur psychologischen Diagnostik meiner Fähigkeiten stellt sich als einfaches Gespräch heraus, bei der eine Mitarbeiterin des Arbeitsamtes nur ihren Frust los werden will.
Langsam drängt sich der Verdacht auf, daß all diese vermeintlichen Qualifizierungs- und Organisationsmaßnahmen nur dazu dienen, den Leidensdruck der Arbeitlosen zu erhöhen, bis sie auf die zugesagten Leistungen verzichten. Immer wieder muß ich stundenlang am Arbeitsamt warten, nur um einen Termin für ein weiteres Gespräch zu erhalten. Komme ich jedoch nur ein wenig zu spät, verfällt der Termin selbstverständlich. Im Laufe der Monate werden immer neue Schikanen erfunden, jedes Engagement im Keim erstickt, der Rest an Selbstbewußtsein und Motivation zerstört, Frust und Perspektivlosigkeit verbreitet.


Winter 2009/10

Ich werde vom AMS gebeten, abermals ein Motivationsschreiben für den bisher nicht genehmigten Kurs des Digital Video Publisher einzureichen.
Auch dieses Schreiben wird nie beantwortet.
Lähmende Apathie macht sich langsam breit.

Eines Tages fragt mich meine Betreuerin, ob ich mich nicht selbständig machen wolle.
Nach anfänglichen Bedenken lasse ich mich davon überzeugen, dass im Rahmen einer AMS-Unternehmensgründungs-Förderung auch die lange versprochene Umschulung möglich sei, und beginne an einem Unternehmenskonzept zu arbeiten.
Der vom AMS als zuständig erklärte Spezialist rät mir zur weiteren Ausarbeitung des Konzepts, Suche eines Geschäftslokals und ausführlichen Marktrecherche.
Meine AMS-Betreuerin befindet jedoch beim nächsten Termin mit ihr, dies sei plötzlich wieder alles mein Privatvergnügen, und ich solle abermals beginnen, mich um Bewerbungen zu kümmern.
Meine Frage, als was ich mich denn bewerben solle, bleibt weiterhin unbeantwortet.
Meine Recherchen zur Unternehmensgründung, die mich inzwischen auf die erschreckend hohe Zahl an durch diese Maßnahme verursachten Privatkonkurse und die ebenso alarmierend hohe Zahl an Konsumsüchtigen in Österreich stoßen lässt, zeigt mir die Notwendigkeit der Prävention von Konsumsucht. Die Überlegungen zu einem möglichen Konzept dazu führen zum Projekt \"Selbermacherei\".


Frühling 2010

Meine Betreuerin erklärt freudestrahlend, sie habe von einem interessanten Sozialprojekt namens Trendwerk erfahren, in dem ich doch mitarbeiten könne. Um dieses Projekt kennen zu lernen, schicke sie mich in einen Kurs, den dieses anbiete.
Den folgenden Monat verbringe ich damit, aktuelle und formvollendete Lebensläufe immer wieder zu schreiben, an Computern mit defektem Internetanschluß undefinierte Jobs zu recherchieren und langweilige Vorstellungsrunden und Bewerbungstrainings abzusitzen. Hatte ich noch nie ein Problem, mich irgendwo zu bewerben, so wird das nach unzähligen widersprüchlichen Tipps und Vorgaben immer schwieriger. Aber eigentlich will dieses Kursinstitut sowieso nur, dass sich alle Kursteilnehmer beim Personalleasing-Zweig von Trendwerk selber bewerben. Dass im Dienstvertrag weder eine Tätigkeit noch ein exakter Dienstort steht, scheint kein Skandal zu sein. Dass mit Unterzeichnung der Berufsschutz und damit jede Umschulung hinfällig würde, wird ebenso verschwiegen. Schließlich werde ich sogar genötigt, wenigstens die anderen Kursteilnehmer zur Unterschrift zu überreden, oder zu unterschreiben und dann einfach nicht zum Dienst anzutreten. Hier scheint es nur um die Statistik zu gehen. Und um !
viele Förderungen mit denen sich einige ganz ungeniert bereichern.
Nein, das ist nicht die versprochene Umschulung. Da will ich nicht mitmachen.


Sommer 2010

Nachdem meine Betreuerin wieder einmal damit droht, sie könne mich auch putzen schicken, fordere ich sämtliche Ergebnisse bisheriger \"Qualifizierungsmaflnahmen\" und Testungen.
Diese erhalte ich nie, jedoch werde ich seither von einer anderen Bediensteten des Arbeitsamtes betreut.

Meine neue Betreuerin, Frau *., schlägt mir vor, am BBRZ-Wien die lang ersehnte Umschulung zu absolvieren. Leider erhalte ich wenige Informationen über den zugewiesenen Kurs, außer dass dort dann nach ausführlicher Testung geklärt werden könne, welche Umschulung für mich am besten sei.

Diese Testung ergibt jedoch nur, dass das BBRZ eine weitere, vier Monate (!) andauernde Testung meiner Fähigkeiten vorschlägt. Meine Bedenken, ein kurzer Blick auf meinen Lebenslauf zeige schon, dass ich dem im BBRZ getesteten Hauptschulniveau doch ohne Frage gewachsen sei, wird wie immer mit der Versprechung abgewehrt, nach diesem Kurs könne ich dann endlich eine richtige Umschulung beginnen.


Herbst 2010

Leider stellt sich die Kursmaßnahme IMBUS als reine Zeitverschwendung heraus. Es geht dabei wieder einmal hauptsächlich um das mehrfache Wiederholen von Bewerbungstipps, pseudowissenschaftlichen Kommunikationstrainings, Rechenübungen auf Hauptschulniveau und Wiederkauen von sexistischen Vorurteilen, was sicherlich nicht dem Standard einer angemessenen Umschulung entspricht.
Statt der angekündigten Testung meiner verborgenen Fähigkeiten, auf die ich zuvor ganz sicher nie gekommen bin, werde ich schließlich gebeten, mir Kurse zu überlegen, die ich in Folge gerne absolvieren würde. Ich finde dabei neben einigen bereits erwähnten Kursen, die mir vom AMS bisher abgelehnt wurden, auch wieder einige neue Kurse wie den PR-Assistenten und PR-Berater und Sozial- und Projektmanager. Daraufhin werde ich wieder einmal gebeten, ein Motivationsschreiben zu verfassen.
Am Ende dieser Kursmaßnahme wird mir als Ausbildungsvorschlag nahegelegt, die BBRZ-interne kaufmännische Ausbildung zu absolvieren. Da diese nicht meinem bisherigen Ausbildungsniveau entspricht, wird nach längeren Gesprächen der Vorschlag gemacht, im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme ANA oben genannte Kurse zu absolvieren.
In der abschließenden Empfehlung des BBRZ wird diese Kursmaßnahme ANA/ARV und alternativ der Kurs zum PR-Assistenten vorgeschlagen. Herr *. vom BBRZ empfiehlt mir dabei ANA, da ich dadurch nach seiner ausdrücklichen Aussage mehrere der oben angeführten Kurse absolvieren könne.


Winter 2010/11

Erfreulich rasch erhalte ich die Einladung zur genannten BBRZ-Qualifzierungsmaßnahme, jedoch fehlt wie üblich jede weitere nähere Information zum Kurs.
Mit Kursantritt zeigt sich, dass die Kursbedingungen wieder einmal nicht den Ankündigungen entsprechen.
Meine Versuche der Klärung werden damit abgetan, dass dies alles ganz individuell zu klären sei und in einem Einzelgespräch, das innerhalb der kommenden drei Wochen stattfinden solle, abgeklärt werden könne. Auf hartnäckiges Drängen nach Klärung stellt sich heraus, dass unter anderem die versprochenen \"zugekauften\" Kurse nie ein Ausmaß von 3000 Euro überschreiten dürfen. Dies bedeutet, dass an für meine Umschulung relevanten Kursen ohnehin nur der in der Alternativempfehlung des BBRZ genannte Kurs möglich wäre. Da sich nach über fünf Monaten \"Qualifzierungsmaßnahmen\" am BBRZ für mich gezeigt hat, dass die BBRZ-internen Schulungen für mich zu keiner adäquaten Ausbildung führen, entschließe ich mich aus Gründen der Sparsamkeit an öffentlichen Geldern dazu, diese Maßnahme vorzeitig zu beenden.
Es scheint inzwischen ganz klar, dass die Leistungen des BBRZ, die ein Vielfaches der von mir vorgeschlagenen Kurse kosten, in keinster Weise dafür geeignet sind, meine Qualifikationen in jedweder Hinsicht zu steigern.

Ich bedauere, dieses unnötige Verschwenden an Zeit und Geld nicht schon früher beendet zu haben, aber die sich wiederholenden Fehlinformationen verhinderten eine sachliche Einschätzung der Situation.


Frühling 2011

Seit sich bei der Anbahnungsmaßnahme einer Qualifizierungsmaßnahme herausstellt, dass das BBRZ gar nicht für eine meinem Ausbildungsstand entsprechende Umschulung geeignet ist, scheint Frau *. vom Arbeitsamt äußerst ungelassen.
Nach längerem unbegründeten Warten, meint sie wirsch, dass sie nur fünf Minuten Zeit habe, keine Umschulungen ohne Anstellungszusage bewilligt würden, und ich nächste Woche meinen nächsten Termin bei ihr hätte.
Ich frage, was denn dann nächste Woche besprochen werden solle, worauf Frau *. ungehalten schimpft, ich brauche nicht glauben, daß ich nie mehr arbeiten müsse, und sie werde mich Putzen schicken.
Als ich schließlich um einen Termin bei Ihrem Vorgesetzten bitte, entgegnet sie grinsend, dieser sei nicht da, und ich solle gehen, weil sie keine Zeit mehr habe. Da ich nicht locker lasse, meint sie, sie wüßte nicht, ob dieser im Haus sei, ich solle rausgehen und sie rufe dann dort an. Nachdem ich frage, warum das Telephonat weniger Zeit beanspruche, wenn ich dazu hinausginge, greift sie zum Hörer und ruft den Security-Dienst.
Der kurz darauf eintretende Herr, der mir leider seinen Namen nicht nennen will, droht damit, die Polizei zu rufen, worauf ich das Gespräch als erfolglos beendet sehe und gehe.

Meine schriftliche Beschwerde beim Ombudsmann des Arbeitsamtes bleibt unbeantwortet. Jedoch erhalte ich kurzfristig einen Termin beim Vorgesetzten der Betreuerin. Dieser scheint irgendwelche Fortbildungen über suggestive Gesprächsführung etwas falsch verstanden zu haben, unterbricht mich ständig, wiederholt jedoch gebetsmühlenartig, er unterbreche nicht. Außer langen Erläuterungen über sein schweres Leben als Abteilungsleiter und die vielen Sparmaßnahmen, erfahre ich nichts neues.
Beim nächsten Termin mit meiner Betreuerin ist der Abteilungsleiter wieder anwesend. Ich erhalte ein Stellenangebot als Lagerarbeiter bei einer Firma, die ich ohne Auto (das ich nicht besitze) gar nicht erreichen kann. Daß die sündteure medizinische Abklärung beim BBRZ ergeben hat, daß ich angeblich nichts Schweres heben darf, ist unwichtig.
Eine neuerliche Beschwerde beim Ombudsmann ergibt, daß dies alles ein Mißverständnis war.
Wie ich endlich zu meiner Umschulung komme, bleibt unklar.
Dafür soll ich einen neuen, besonders engagierten Betreuer erhalten. Dieser ist nur leider etwas schüchtern und sitzt als schweigender Zeuge bei meinen weiteren Terminen neben dem Abteilungsleiter, während mir erklärt wird, daß mangels anderer Ideen meine Arbeitsfähigkeit überprüft werden soll. Ich versuche wiedereinmal vergeblich, diese unnötige Geldverschwendung zu verhindern, indem ich zu erfragen versuche, warum sich in dem letzten Jahren etwas an meiner Arbeitsfähigkeit geändert haben sollte. Leider reagiert niemand darauf, was ich sage.


Für mich zeigt sich im Vorgehen des Arbeitsamtes nur der Unwille eine lange zugesagte Leistung zu erbringen.
Die Bedingungen für diese Leistung wurden in den letzten Jahren immer nur vage und widersprüchlich angedeutet.
Das Arbeitsamt und die angegliederten Institute wie BBRZ und Trendwerk scheinen nur die eigenen Kurse, unabhängig von Sinnhaftigkeit und Indikation, auffüllen zu wollen.
Andere zugekaufte Kurse, die angeblich nur bei offenen Stellen genehmigt werden können, werden dann aber trotz offener Stellen nicht genehmigt, bzw. für \"nahestehende\" Institute (wie zB MyTraining ) dann doch wieder selbst ohne Qualifzierungsnutzen problemlos bewilligt.
Ganz offensichtlich scheint hier Willkür und Schikane zu herrschen.
Mein ausdauerndes Bestreben und geduldiges Entgegenkommen, um doch endlich die lang versprochene Umschulung zu erhalten, wird von den MitarbeiterInnen des Arbeitsamtes immer wieder als Arbeitsunwilligkeit difamiert. Dem entgegen sehe ich den anhaltenden Unwillen derselben MitarbeiterInnen, ihre eigene Arbeit zu leisten.
Mein mehrfaches Anfragen nach den Ergebnissen der vielen Testungen und konkreten Rehabilitationsplänen wurde bisher noch nie beantwortet. Offensichtlich gibt es nach über zwei Jahren des Wartens keinen einzigen konkreten Umschulungsplan.
Eine verbindlliche Klärung der exakten Voraussetzungen für eine Umschulung ist unmöglich.
Ist eine Versicherung, die sich so verhält, legal? (5.05.11)



6.05.11 um 7.36 Uhr - von F*. - "Wie kann ich mich gegen SchmarotzerBetriebe (SÖB) wehren?"


Habe von 7.2.2011 bis 4.3.2011 bei Mentor Management usw. den Kurs Job 50 besucht. Jetzt schickt mich das AMS zur Vorbereitungsmaßnahme für Trendwerk (VORSTELLUNGSTERMIN 9.5.2011).
Bin seit 2004 Arbeitslos. Wie kann ich mich dagegen wehren. Wie aus Ihren Forum ersichtlich ist. ist dieser Kurs ziemlich in Frage zu stellen und rechtlich nicht auf geraden Beinen.
Mit der Bitte um Auskunft und Hilfe verbleibe ich mit freundlichen Grüßen. (5.05.11)

Antwort: Die Vermittlung in Zwangsmassnahmen unter §10 (Bezugssperre) ist ev. rechtswidrig und Amtsmissbrauch wie Nötigung!
Weiterführende Links (unterstrichen) anklicken!

Deppenkurse/Mobbingkurse = Bewerbungskurse

Verwaltungsgerichtshof Erkenntnis 1
*Massnahme wenn Kenntnisse nicht ausreichend sind!
*Kosten sind nur dann gerechtfertigt, wenn Fähigkeiten fehlen!
*Nur dann zumutbar wenn sie erfolgversprechend erscheint!

zu SÖB mit vorgeschaltenen Deppenkurs :

Siehe auch:
20.04.11 um 13.29 Uhr - von Solidaritätsgruppe - "AMS / Neue Judikatur"

7.05.11 um 7.40 Uhr - von F*. - fühle mich jetzt schon ziemlich krank
lieber christian, vielen dank für deine informationen. habe kurz mit meinen amsler gesprochen bezüglich anderer kurs der für mich besser geeignet wäre, natürlich blablabla als antwort alles gesetzlich und so. brauch noch zeit um mich besser zu informieren. fühle mich jetzt schon ziemlich krank, ich geh führs erste in den krankenstand.
nochmall danke und liebe grüße f. (6.05.11)



6.05.11 um 7.27 Uhr - von Ka. - "Es wäre an der Zeit, dass die Bevölkerung erfährt wie es wirklich zu geht in unserer angeblichen \"Demokratie\"."


Es ist ja fast eine Frechheit, das einen das AMS drängt um die BU-Pensi einzu reichen. Da wird einen gedroht wenn sie nicht einreichen, dann bekommen sie eine Spezialbetreung vom AMS und können jeden zweiten Tag kommen. Normalerweise müßte man ja ein Anzeige wegen Drohung machen. es wäre an der zeit, dass eben die Bevölkerung erfährt wie es wirklich zu geht in unserer angeblichen \"Demokratie\". (5.05.11)



4.05.11 um 17.31 Uhr - von Stephan - "Wenn andere Versicherungen auch AMS-Praktiken unterliegen würden?"


hallo liebe weggefährten.

bereits vor einiger zeit habe ich die analogie im umgang mit arbeitslosen am beispiel der kfz-versicherung aufgegriffen und aufgezeigt was wohl autobesitzer sagen würden,wenn man sie dazu zwingen würde einmal pro monat kostenlos das bürogebäude zu reinigen, ansonsten die kosten bei einem verschuldeten unfall nicht mehr von der haftpflicht-versicherung beglichen würden.

ebenso handelt es sich bei arbeitslosengeld-notstandshilfe um eine VERSICHERUNGSLEISTUNG bei der einem vom gehalt zu zeiten des berufslebens prämien abgenötigt wurden,damit man für den fall der arbeitslosigkeit abgesichert sei.
soweit die lügenpropaganda aus einer zeit in der arbeitslosigkeit noch kein problem darstellte.

ich erweitere diese analogie nun:
was würden autobesitzer dazu sagen,wenn sie nicht nur das bürohaus kostenlos reinigen,sondern auch zwangsverpflichtende kurse für verkehrssicherheit im quartalstakt absolvieren müssten,wenn sie nach einem unfall noch den generischen schaden von der versicherung beglichen haben wollen,bzw. man die auszahlung der gesetzlich geregelten versicherungsleistungen rechtswidrig einfach vorenthält für den fall,dass derartige verkehrstüchtigkeits-coachings verweigert würden??
oder das probeweise ausfüllen von unfallberichten nicht den sich ständig ändernden vorstellungen von versicherungstrainern entspricht und daher immer wieder *gecoacht* werden müsste??

weiters alle arbeitnehmer zu verpflichtenden gesundheits-coachings gezwungen würden,anderenfalls im falle einer erkrankung die auszahlung des krankengeldes oder die bezahlung der behandlungs-und/oder spitalskosten verweigert würde???

bei haushaltsversicherungen verpflichtende brandschutz-coachings zu absolvieren sind,ansonsten im falle des hausbrandes keinerelei schadenersatz mehr gezahlt würde.

die liste liesse sich noch endlos erweitern.

abgesehen davon die leistungen ständig gekürzt werden müssten,weil das versicherungsunternehmen milliarden in nachweislich sinnlose kursmassnahmen verschwendet.

aber all das wird im dunstkreis des AMS von der bevölkerung stillschweigend akzeptiert,ja sogar befürwortet.

aber keine sorge liebe autobesitzer,chronisch kranke,hauseigner und alle anderen die der vernichtungsmaschinerie AMS NOCH!!! nicht anheim gefallen sind,genau DAS wird in absehbarer zeit auch euch betreffen,weil die gier der machtbesessenen bekanntlich keine grenzen kennt.



4.05.11 um 11.39 Uhr - Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit
Lesenswerter Standard-Artikel


Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit (Standard)
von Mascha Dabiã und Olivera Stajiã | 03. Mai 2011, 11:45

Der Westen feiert den Tötungsbefehl eines Friedensnobelpreisträgers unisono als großen außenpolitischen Erfolg!

Anmerkung: "Muss es nach demokratischen Rechtsprinzips-Verständnis nicht heissen: "Mord an Bin Laden"?
"Und heisst das: "Feindbilder" dürfen in/von einer Demokratie ("ohne Prozess und Verurteilung") ermordet werden?"
"Terrorismus <> Widerstandskampf / Freiheitskampf"?
Terrorismus neu definiert und neu zugeordnet! (1.11.10)



4.05.11 um 9.58 Uhr- von W. W. - "Habe unberfriedigende Stellungnahme des Sozialministeriums erhalten" - Habe dann nochmals geschrieben!"


Sehr geehrter Herr Moser,

habe Stellungnahme des Sozialministeriums erhalten - wie zu erwarten war, eher unberfriedigend und an der Sache weitestgehend vorbei - habe dann nochmals (s. tieferstehend geschrieben)

Sehr geehrter Herr W.,

das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz bezieht sich auf
Ihr E-Mail, in dem Sie die Kurse des AMS massiv kritisieren und als Sinnloskurse bezeichnen.

Das Arbeitsmarktservice hat den gesetzlichen Auftrag auf ein möglichst nachhaltiges
Zusammenführen von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage hinzuwirken, denn eines
seiner zentralen Aufgaben besteht darin, die von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen bei der Erlangung eines Arbeitsplatzes zu unterstützen. Dies setzt aber jedenfalls voraus, dass Arbeitslose diese Bemühungen auch unterstützen, sei es durch Teilnahme an Maßnahmen, sei es durch eigeninitiative Suche, zu der jeder Arbeitslose gesetzlich verpflichtet ist.
Das Arbeitslosenversicherungsgesetz regelt dazu einerseits die Voraussetzungen für
die Gewährung existenzsichernder Leistungen, insbesondere hinsichtlich der Verfügbarkeit und der Arbeitswilligkeit und stellt klar, mit welchen Sanktionen vorzugehen ist, wenn arbeitslose Menschen an den Bemühungen zur Beendigung ihrer Arbeitslosigkeit nicht ausreichend mitwirken oder eine vom Arbeitsmarktservice angebotene zumutbare Beschäftigung oder Schulungsmaßnahme nicht annehmen. Zu diesen Sanktionen ist das Arbeitsmarktservice daher gesetzlich verpflichtet.

Hinsichtlich der von Ihnen angeführten Kritikpunkte in Bezug auf das Maßnahmenangebot des Arbeitsmarktservice teilen wir Ihnen mit, dass das Arbeitsmarktservice zu größtmöglicher Effizienz verpflichtet ist und daher jede angebotene Fördermaßnahme einer entsprechenden Erfolgskontrolle unterzogen wird. Um eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität, Organisation und Effektivität der Kurse zu gewährleisten, erfolgt eine systematische Maßnahmenkontrolle vor Ort, um kurzfristig auf Fehlentwicklungen reagieren und korrigierend eingreifen zu können. Zusätzlich wird die TeilnehmerInnenzufriedenheit erhoben und als relevante Erfolgs- und Bewertungskriterium herangezogen. Damit wird sichergestellt, dass aktive und lernwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Kursmaßnahmen auch nachhaltig profitieren. Wissenschaftliche Studien zeigen immer wieder, dass sich die Teilnahme lohnt.
60 bis 70 % der Besucher und Besucherinnen von AMS-Kursen finden innerhalb von
sechs Monaten wieder einen Job.

Wir haben im Zuge der Aufsicht über das AMS Ihre Betreuung beim AMS überprüft
und festgestellt, dass das AMS seit 1997 versucht, Sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Daher haben wir Ihr Schreiben der zuständigen Landesgeschäftsstelle Niederösterreich, ams.help, mit der bitte Sie intensiv bei Ihrer Wiedereingliederung in
den Arbeitsmarkt zu unterstützen, weitergeleitet.

Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Für den Bundesminister:
Dr.phil. S.H.

Meine Antwort darauf:

Sehr geehrte Frau ...

mir ist schon klar, dass Sie als Mitarbeiterin des Sozialministeriums auch den mehrmaligen Besuch dieser Clearing-, Coaching- und wie-immer-sie-auch-heißen-mögen-Kurse (es sind in der Praxis ganz einfach Bewerbungstrainingskurse + Beschäftigungstherapie) verteidigen und für gut befinden müssen, zumal das Sozialministerium diese ja anordnet und die vielen 100-Millionen Euro dem AMS dafür zur Verfügung stellt. Das AMS ist ja nur das ausführende Organ.
Ich habe auch nichts dagegen, dass man einmal so einen Kurs besucht, es ist für manche bildungsfernere Personen, die sich nicht ausreichend in Ihrer Muttersprache ausdrücken können bzw. die deutsche Grammatik nicht beherrschen, über keine PC- und Internetkenntnisse verfügen sicher nicht schlecht, an solchen Kursen mitzuwirken.
Nicht einverstanden bin ich jedoch in meinem Fall, wenn man die inhaltlich gleichen Kurse immer wieder und zum bereits achten mal machen soll und in diesen Kursen keine neuen brauchbaren Kenntnisse vermittelt werden.

Ich möchte nicht als Einzelfall oder als Querulant dastehen und was meine Bezeichnung "Sinnloskurse" für diese Maßnahmen anbelangt, empfehle ich Ihnen diesbezüglich die einschlägigen Arbeitslosenforen (www.AMSand.at, www.soned.at und viele andere mehr), dort können Sie nachlesen, was eine überwiegende Mehrheit der Arbeitslosen darüber denkt - so werden dort diese Kurse schlichtweg als "Deppenkurse" bezeichnet.
Ich habe in den Hunderten, wenn nicht sogar tausenden Einträgen nur 1-2 halbwegs positive entdeckt, alle anderen sind zutiefst negativ.
Einige Nutzer behaupten sogar frecherweise, dass diese Kurse den alleinigen Sinn haben, die Arbeitslosenstatistik zu "schönen" (Kursteilnehmer /obwohl auch arbeitslos / scheinen in der Statistik bekanntlich nicht auf)

Aber vielleicht können Sie mir helfen, wenn ich die Problematik als konkrete Fragen formuliere:

1) liegt dem AMS der Text des AlVG vor bzw. können die BetreuerInnen darauf zugreifen?

2) können die Mitarbeiter des AMS sinnerfassend lesen und den Inhalt des AlVG und der entsprechenden VwGH-Erkenntnisse verstehen (als Betroffener erhält das AMS ja immer diese Urteile - aber werden diese auch in Form von Rundschreiben bzw. in internen Schulungen an die AMS-BetreuerInnen weitergegeben bzw. bekannt gemacht und auf deren Einhaltung belehrt?)

Wenn Sie diese Fragen mit ja beantworten, dann drängen sich mir die Fragen auf:

a) warum schickt das AMS Arbeitslose ( z.B. aus den Bezirken Hollabrunn, Mistelbach) in Kursmaßnahmen (nach Wien), wenn es aufgrund der Wohnsituation offensichtlich ist, dass die zumutbare Wegzeit bei weitem überschritten wird - gemäß § 9 Abs. 2 AlVG beträgt die zumutbare tägliche Wegzeit für Hin- und Rückweg jedenfalls eineinhalb Stunden und bei einer Vollzeitbeschäftigung jedenfalls zwei Stunden. Wesentlich darüber liegende Wegzeiten sind nur unter besonderen Umständen, insbesondere wenn am Wohnort lebende Personen üblicherweise eine längere Wegzeit zum Arbeitsplatz zurückzulegen haben oder besonders günstige Arbeitsbedingungen geboten werden, zumutbar.

Diesbezüglich liegt eine Einscheidung des VwGH mit der Zahl 2006/08/0157-8 vor, aus der hervorgeht, dass für teilzeitbeschäftigte Personen deren Wohnsitz in Gebieten lt. des 2. Satzes § 9 Abs. 2 AlVG einzuordnen ist, die maximale zumutbare Wegzeit 2 Stunden (statt sonst 1 ½ Stunden) hin und retour (inkl. Gehzeit Wohnadresse - öffentliches Verkehrsmittel und Gehzeit öffentliches Verkehrsmittel - Adresse Arbeitsort) beträgt.

(Anm.: bei den kritisierten Kursen handelt es sich um Halbtagsveranstaltungen - 20 Std.)

b) warum vergibt das AMS Kontrolltermine an Dritte und an andere Orte (auch Wien) als die örtliche Geschäftsstelle und sogar im Zusammenhang mit einer Kursmaßnahme und droht dann noch mit einer Sperre des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe, obwohl es im AlVG eindeutig heißt: "Gemäß § 49 Abs. 1 AlVG hat sich der Arbeitslose zur Sicherung des Anspruches auf Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe bei der nach seinem Wohnort zuständigen regionalen Geschäftsstelle unter Vorweisung der Meldekarte persönlich zu melden." ?

Diesen Meldungen komme ich nach. Die Ausschreibung einer Kontrollmeldung im Rahmen einer Kursveranstaltung an einer anderen Adresse als die der zuständigen lokalen Geschäftsstelle hat nichts mit dem Wesen einer Kontrollmeldung nach § 49 AlVG zu tun. Die Vorgangsweise des AMS ist daher gesetzwidrig, ebenso wie die Ankündigung der Streichung des Arbeitslosengeldes / der Notstandshilfe im Falle der Nichtbefolgung.
(Diesbezüglich gibt es, glaube ich, auch eine VwGH-Entscheidung, ich kann aber die Aktenzahl und den Text momentan nicht finden).

c) warum hält das AMS (in den meisten Fällen) vor Zuteilung zu einer (wiederholten) Kursmaßnahme seine Aufklärungspflicht betreffend Defizite / fehlende Kenntnisse / Vermittlungshindernisse, die dieser Kurs behandeln bzw. beheben soll nicht ein? ( es heißt in den entsprechenden VwGH-Erkenntnissen 2009/08/0109 2009/08/105-8 2004/08/0047 2002/08/0262 (um nur einige zu nennen) sinngemäß: NICHTERUIERTE DEFIZITE KÖNNEN DAHER AUCH IN EINEM KURS NICHT BEHOBEN WERDEN BZW. SIND DIE KOSTEN HIEFÜR NICHT GERECHTFERTIGT).

Man erhält in der Regel nur ein "Einladungsschreiben" - oft möglichst erst 1-2 Tage vor Kursbeginn, damit man ja keine Stellung beziehen kann - in dem neben dem Titel (z.B.: Q4Y - Qualification 4 You new generation reloaded:BO. Persönlichkeitstraining) des Kurses steht, dass man am .... um .... Uhr bei ..... zu erscheinen hat (natürlich unter Androhung der Sperre des Arbeitslosengeldes / der Notstandshilfe bei Nichtbefolgung)

d) handelt es sich bei bewusster Nichteinhaltung von Gesetzen bzw. VwGH-Entscheidungen einer Behörde (und das AMS ist trotz Umbenennung von Arbeitsamt in Arbeitsmarktservice letztendlich eine Behörde) um Amtsmissbrauch und schwere Nötigung?

Ein weiteres Problem habe ich noch und vielleicht können Sie mir (da Sie diese Kurse für so großartig halten) auch hier helfen:

ich (und seinerzeit auch die Trainer der entsprechenden Kurse, sowie die damaligen AMS-BetreuerInnen) konnten keinen Punkt finden, den ich in meinem Lebenslauf anführen könnte - soviel noch zur Sinnhaftigkeit solcher Kurse für mich persönlich - der für einen potentiellen Arbeitgeber interessant wäre (nachstehend ein Auszug aus meinem Lebenslauf und einige Inhalte/Kursziele der letzten Kurse bzw. des Kurses am 26.4.2011) - bitte teilen Sie mir mit - was könnte ich bezüglich dieser Kurse in den Lebenslauf schreiben ?????:
Die Kurse, die mir etwas gebracht haben bzw. interessant klingen habe ich bereits angeführt:

Auszug aus meinem Lebenslauf (bitte entschuldigen Sie die Form - geht leider in der E-Mail nicht besser):

Aus- und Weiterbildung /Berufserfahrung: Firma / Art der Tätigkeit:

1970 - 1973 kaufmännische Ausbildung (Handelsschule)

1973 - 1987 Böhler Edelstahl (nach Fusion Vereinigte EdelstahlwerkeVEW) 1010 Wien, Sachbearbeiter Verkaufsinnendienst(Anfragenbearbeitung, techn. Abklärung mit den Produktionsbetrieben, Teilkalkulation, Offertausarbeitung, Auftragssachbearbeitung, Kontrolle der Rechnungen, Schriftverkehr mit Kunden und Werken

1988 - 1995 D.A.S.-Rechtsschutzversicherung, 1170 Wien - Filiale 2130 Mistelbach, Außendienstangestellter (Neuakquise von Kunden, Betreuung bestehender Kunden in Rechtsschutzangelegenheiten)

1995 - 1997 LUTZ, 2136 Laa/Thaya, KIKA, 2130 Mistelbach Einrichtungsberater im Wohnzimmerbereich (Beratung, Planung und Verkauf von Einrichtungslösungen für den Wohnzimmerbereich, Betreuung bestehender Kunden)

03.04. - 14.04.2000 Einführung in die EDV und Textverarbeitung

08.08. - 01.09.2000 CAD-Grundlehrgang

15.10. - 27.11.2001 Europäischer Computerführerschein (ECDL)

14.10.2002 - 03.01.2003 Marketing-Seminar (Grundlagen für die erfolgreiche Kommunikation, Kommunikation am Telefon, Konfliktmanagement, Teamarbeit, moderne Arbeitstechniken, Zielarbeit, berufsbezogenes Marketing, Textverarbeitung am PC, Umgang mit neuen Medien)

17.03. - 13.05.2003 Personalverrechnungkurs (Institut Venetia)

27.03. - 23.06.2006 Kurs Lagerfachkraft mit Staplerschein

14.07.2008 - 21.06.2009 ??????

22.06. - 07.08.2009 WIFI-Personalverrechnungskurs

18.05. - 05.08.2010 ?????

26.04. - 27.05.2011 ?????

Kursziele Kurs "Aufbruch" 14.07.2008 - 21.06.2009:

1) Integration in den Arbeitsmarkt

Meine Meinung: Wäre eigentlich Sache des AMS und könnte dort billiger (ohne Kurskosten) erledigt werden - außerdem bereits bei vorangegangen Kursen bis zum Erbrechen behandelt

2) Vorbereitung zur Teilnahme an einem Arbeitstraining oder an einer Weiterbildung

meine Meinung: - wie vor

3) Abklärung von gesundheitlichen, sozial und intrapersonell bedingter Vermittlungshemmnisse (Konfliktmanagement)

Meines Wissens war die Kursleiterin keine Ätztin bzw. Psychotherapeutin. Außerdem habe ich dazu die Fachärzte meines Vertrauens
die auch dem AMS bekannten echten Vermittlungshindernisse (wie auch im Betreuungsplan festgehalten): fortgeschrittenes Alter, gesundheitliche Einschränkungen, lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, geringes Stellenangebot in den infrage kommenden Bezirken Mistelbach und Gänserndorf können in keinem Kurs behoben werden
Konfliktmanagement: war ebenfalls bereits Thema von mehreren vorherigen Kursen

4) Abklärung von Betreuungspflichten und professionelle Unterstützung

Da ich alleinstehend bin und keine Kinder habe, für mich uninteressant

5) Bedarfsgerechte Weiterleitung an kompetente Einrichtungen - Beratungsübergabe

Diese Aussage ist sehr interessant und entlarvt diese Kurse bestens - der Kurs bzw. die Kursleitung war also inkompetent

6) Unterstützung bei der Einreichung der Invaliditätspension

Ich erhielt einen Folder über die Invaliditäts-/Berufsunfähigkeitspension
Hätte mir die Infos auch im Internet besorgen können

7) Erarbeitung von individuellen beruflichen Perspektiven und zielgerichteten Suchstrategien

meine Meinung s. Punkt 1)

8) Erarbeitung von individuellen persönlichen Perspektiven

Mein Privatleben geht niemanden und schon gar nicht einen/einer Trainer(in) einer AMS-Zwangsmaßnahme etwas an bzw. habe ich diesbezüglich meinen Neurologen/Psychotherapeuten

9) Aufbau von Kooperationen, Kontakten, Informationsquellen zur Verbesserung der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung

Meine Meinung s. Punkt 1 und dem vorigen Kommentar bezüglich privater Angelegenheiten

Kursinhalte Kurs "Erfahrung zählt! Aktivierung und Orientierung für Ältere 18.05. - 05.08.2010

1) Orientierung

Meine Meinung:Wäre eigentlich Sache des AMS und könnte dort billiger (ohne Kurskosten) erledigt werden - außerdem bereits bei vorangegangen Kursen x-mal behandelt

2) Aktivierung

meine Meinung s. Punkt 1)

3) Bewerbungstraining

Bereits in mehreren vorangegangenen Kursen behandelt

4) Gesundheit

Meines Wissens war der/die Kursleiter(in) - wir hatten diesmal deren 2
kein(e) Arzt/Ärztin bzw. Psychotherapeut(in). Außerdem habe ich dazu die Fachärzte meines Vertrauens

5) Outplacement

Habe in Google eingegeben - das Ergebnis: Eine Outplacementberatung gliedert sich meist in fünf Phasen:
1. Eine anfängliche Analyse konzentriert sich auf die berufliche und private Situation des Arbeitnehmers und umfasst eine realistische Einschätzung seiner Karriereperspektiven.
2. Die berufliche und persönliche Qualifikation und das besondere Potenzial des Gekündigten stehen im Mittelpunkt der zweiten Phase. Outplacementberater helfen dem Stellensuchenden bei der Analyse und Bestandsaufnahme, das heißt sie erstellen ein Qualifikationsprofil, ermitteln den Weiterbildungsbedarf und empfehlen von Bildungsträgern unabhängige, individuelle Qualifizierungsmaßnahmen.
3. In dieser Phase entwickeln Outplacementberater zusammen mit dem Arbeitssuchenden eine individuelle Bewerbungsstrategie. Im Rahmen der Strategieentwicklung werden die berufliche Zielsetzung und das Vorgehen bei den Bewerbungen festgelegt.
4. Die Bewerbungsphase schließt die Entwicklung der Bewerbungsunterlagen, die Durchführung von Bewerbungen, die Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen und die Beurteilung von Stellenangeboten ein. Dabei unterstützen Outplacementberater den Arbeitssuchenden, einen ansprechenden individuellen Lebenslauf zu verfassen sowie eine passende schriftliche Bewerbung zu formulieren und bereiten ihn mit einem Interviewtraining (ggf. per Video) auf eine wirksame Selbstpräsentation beim Vorstellungsgespräch vor. Sie zeigen ihm neue Wege der Stellensuche, wie beispielsweise die Zielgruppen-Kurzbewerbung per E-Mail.
5. In der letzten Phase wird der Arbeitnehmer bei der Vereinbarung eines neuen Arbeitsvertrages unterstützt.

Das ist eigentlich ein klassisches Bewerbungstraining und eine Zusammenfassung der Punkte 1-3)
Bereits x-mal in vorherigen Kursen behandelt

6) Einzelcoaching

Einzelgespräch fand anfangs statt - wurde aber nur über meinen bisherigen Werdegang und was ich mir vom Kurs erwarte befragt

Kursinhalte Kurs Q4Y - Qualification 4 You new generation reloaded: BO. Persönlichkeitstraining 26.04. - 27.05.2011, Brünnerstr. 73B, 1210 Wien:

1) Orientierung

2) Einzelgespräch

3) Potenzialanalyse und realistische berufliche Zielwegplanung

4) Erstellung von Bewerbungsunterlagen

5) Arbeitsmarktrecherchen

6) Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

7) Kommunikationstraining

(erstaunlich wie die diese Punkte vorangegangen Kursen gleichen)


8) Vermittlung von EDV-Grundkenntnissen, Internetnutzung

Finde ich entzückend - ich bin Inhaber des Europäischen Computerführerscheines (ECDL)

9) Jobsuche per EDV

Kann ich von zu Hause auch (kostengünstiger für alle Beteiligten) - habe PC und Internet und bräuchte dazu nicht 65-70 km nach Wien fahren.

Für frühere Kurse habe ich leider keine diesbezüglichen Unterlagen mehr.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Hochachtungsvoll
W.W.


Nachstehend noch 2 Meinungen :


ANALYSE der ARBEITSLOSIGKEITS-THEMATIK in ÖSTERREICH.

Kann man den Arbeitslosenstatistiken trauen, die just von der Institution veröffentlicht wurden, die vom Staate her beauftragt ist, diese wieder in die Arbeitswelt zu integrieren? Sich selbst zu evaluieren und Statistiken zu präsentieren, in denen man argumentiert, dass alles den Umständen entsprechend ok ist, löst auf vielen Seiten Skepsis aus.

Das Humaninstitut als privates und unabhängiges Meinungsforschungs-Institut hat das Themenfeld der Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Problematik aus der Perspektive der Arbeitslosen in den Fokus der vorliegenden Forschungsarbeit gestellt.

Kernhypothesen der Untersuchung sind:

. "Bestimmt der Arbeitslose aufgrund seiner Fähigkeiten den Weg zurück in die Arbeitswelt, oder ist er dabei vorwiegend auf die Arbeitsamts-Administration angewiesen, die ihm den Weg in einen beliebigen Job oder in eine von vielen Betroffenen als sinnlos bezeichnete Schulung weist?"

. "Führen Schulungen wieder zu einem Arbeitsplatz oder stellen diese eine
ineffiziente Intervention auf dem Sektor der Arbeitsmarkt belebenden
Maßnahmen dar?

Untersuchungszeitraum: 05.2010 bis 03.05.2010
Stichprobe: Österreichweit 850 Personen nach dem
FRAGEN - ANTWORTEN - ERGEBNISSE - ANALYSEN - PRINZIP

Frage 1:
"Welche Bedeutung haben Ihrer Meinung nach die Arbeitslosenstatistiken,
die laufend veröffentlicht werden?"

Zur Beruhigung & Beschönigung der Realität 53%
Propagandamittel der Arbeitsmarktbehörden 31%
Bieten Vergleich zu anderen Ländern 4%
Information über den Arbeitslosenstand 12%

Frage 2:
"Inwieweit führen verordnete Schulungsmaßnahmen aus Ihrer Erfahrung
und aufgrund von Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis generell wieder
zu einem Arbeitsplatz?"

Sehr oft 2%
In manchen Fällen 6%
Selten 20%
Fast nie 72%

Frage 3:
"Wird Ihrer Meinung nach beim Arbeitsuchenden auf die mentale Befindlichkeit und die individuellen Vorstellungen über den gewünschten Arbeitsplatz von den Behörden ausreichend eingegangen?"

Im Großen und Ganzen ja 8%
Man bemüht sich 10%
In Einzelfällen 21%
Gar nicht 61%

"Frage 4: (offene Frage, inhaltsanalysiert und kategorisiert)
"Arbeitslos zu sein bedeutet für die Betroffenen ."
(Mehrfachnennung möglich)

Massive Herabminderung des Selbstwertgefühls 96%
Arbeitssuche verbunden mit dem Gefühl der Abhängigkeit 90%
Selbstinitiative wird durch Bürokratie behindert 85%
Anspruch auf Beruf entsprechend der
Befähigung wird zur banalen Jobsuche 72%


Kein weiterer Kommentar meinerseits - die Zahlen sagen alles

Die aktive Arbeitsmarktpolitik

Dem Arbeitsmarktservice stehen viele arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Verfügung um arbeitslose Menschen aus der Statistik zu drängen. Der Maßnahmenkatalog beinhaltet unter anderem so genannte Schulungen, die landläufig als Bewerbungskurse bekannt sind, Sozialökonomische Betriebe, Gemeinnütziges Personalleasing und zunehmend auch Arbeitstraining. In den meisten Fällen besuchen arbeitslose Menschen diese Maßnahmen nicht freiwillig. Sie werden, unter Ausübung von Druck, durch ihre AMS Betreuer solchen Maßnahmen zugeführt.

Das zahlreiche Maßnahmen unter dem Sammelbegriff "Schulung" zusammengefaßt sind hat einen Grund. Der Begriff Schulung impliziert, dass den Teilnehmern darin Wissen vermittelt wird, das ihnen fehlt. Der Begriff Schulung, oder Fortbildung, ist positiv behaftet. Dank dieser positiven Konnotation, erfreuen sich Schulungen sowohl in der Politik, wie auch in allen Schichten der Bevölkerung, großer Beliebtheit. Daher regt sich kaum jemand über die hohe Zahl der Zuweisung zu Schulungen, und der damit einhergehenden massiven Verschwendung von Steuergeldern, wenn in einer Zeitung über Schulungen für arbeitslose Menschen berichtet wird.

Der eigentliche Zweck solcher Kurse und Schulungen sollte es sein, den Teilnehmer dabei zu unterstützen, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Auf diese Weise wird der Sinn solcher Maßnahmen auch der Öffentlichkeit vermittelt. Es wird als Förderung dargestellt die ausschließlich der Hilfe arbeitsloser Menschen dient. Eine Hilfe von der sie massiv profitieren können, wenn sie aktiv daran arbeiten das Ziel, den Wiedereinstieg in eine geregelte Arbeit zu schaffen.

Die Erfolge der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wird durch Studien ermittelt, und in Form der monatlichen Arbeitslosenstatistik veröffentlicht. In der Öffentlichkeit soll so der Eindruck erweckt werden, das aktiv gegen Arbeitslosigkeit angekämpft wird, und dadurch die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen effektiv gesenkt werden kann. Die Statistiken sollen also den Anschein erwecken als gäbe es, gemessen an der Gesamtzahl arbeitsloser Menschen, einen hohen Prozentsatz der den Einstieg in die Arbeitswelt problemlos schafft.

Nur die Schulungsteilnehmer so wie Langzeitarbeitslosen bleiben zurück. Ihnen muß mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geholfen werden, die Hemnisse auf dem Weg zu einer Arbeitsaufnahme zu überwinden. Durch dieses sehr subtile Mittel lässt sich der Druck auf arbeitslose Menschen gefahrlos steigern. Wer nicht aus eigener Kraft den Einstieg in eine geregelte Arbeit schafft, ist unfähig und darf keine Hilfe ablehnen, die zur Verfügung gestellt wird. Wer sich Untersteht doch eine Hilfsmaßnahme abzulehnen, wird in der Öffentlichkeit als renitenter Einzelfall hingestellt, der diszipliniert werden muß. Arbeitslosen Menschen soll der Aufenthalt in der Arbeitslosigkeit zu beschwerlich wie möglich gestaltet werden, damit sie jede Arbeit annehmen, auch wenn sie davon nicht Leben können.
Aus dieser Faktenlage heraus ergibt sich nun für die von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen folgende Situation. Die Politik wälzt die Verantwortung der Arbeitslosigkeit auf die Arbeitslosen ab. Wer Arbeitslos ist, ist selbst Schuld, und kann froh sein, überhaupt Unterstützung zu erfahren. Das AMS kann sich auf die Gesetze berufen, und arbeitslose Menschen wahllos, mehrmals, gegen ihren Willen, in Maßnahmen abschieben. Wer sich dem Druck nicht beugen will, hat mit disziplinarischen Maßnahmen zu rechnen. Die Ablehnung einer Maßnahme kann zur Folge haben, dass der Bezug für einige Wochen gestrichen wird. Ein arbeitsloser Mensch wird sich also mehrmals überlegen, ob er sich gegen eine Zuweisung zur Wehr setzt, oder daran teilnimmt. Ihm ist es nicht möglich Vorauszusehen, welche Maßnahme zur Bestrafung führen, und welche gefahrlos abgelehnt werden können.

Der arbeitslose wird also von der Gesellschaft isoliert, von arbeitenden Menschen als faul und Arbeitsunwillig bezeichnet, von der Politik als Versager dargestellt, und vom AMS unter Druck gesetzt. Wer ständig vorgehalten bekommt, er sei für sein Scheitern selbst Verantwortlich, wird sich über kurz oder lang zurückziehen. Er wird nicht die Gefahr eingehen, sich mit anderen zu formieren, und dabei zu riskieren die Bezüge, die er zum überleben dringend benötigt, zu verlieren. Das ist der erste Grund warum sich bisher kein Wiederstand formieren konnte.

Armutsgefährdung, Krankheit, soziale Ausgrenzung
Das Gespenst, dessen Name Armut ist, geistert häufig auch durch die Köpfe arbeitsloser Menschen. Niemand möchte gerne arm sein, jeder möchte Geld haben, um sich Wünsche und Träume erfüllen zu können. Wer lange Zeit ohne Arbeit ist, läuft Gefahr in die Armut abzurutschen, und krank zu werden. Durch Arbeitslosigkeit werden Menschen in unserer Gesellschaft an den sozialen Randbereich gedrängt. Niemand will wahrhaben, selbst von Armut gefährdet zu sein, oder zur großen Zahl der Ausgestoßenen zu zählen, die niemand mehr haben will. Besonders bei langzeitarbeitslose Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt durch Mangel an Arbeitsplätzen keine Chance mehr haben, ist diese Verdrängung, das nicht wahrhaben wollen der eigenen Situation, häufig zu beobachten.

Sie sehen kaum mehr eine Chance, stehen unter starkem Druck, materiell wie auch psychisch sind sie vom AMS abhängig, und in der Gesellschaft werden sie nicht akzeptiert, nicht gewollt, sind ausgestoßen. Sie können aus Mangel an finanziellen Mitteln auch nur selten an Gesellschaftlichen Ereignissen teilhaben. Dadurch werden sie zunehmend durch Sachzwänge von der Umwelt isoliert, und sind mit ihren komplexen Problemlagen auf sich alleine gestellt. Es ist ein Kreislauf, der beinahe unweigerlich nach unten führt, hinein in die Armut und enormem, sozialem, Druck.
Unter dieser Voraussetzung, der imminenten Gefahr in die Armut abzugleiten, wenn sich arbeitslose Menschen nicht in Maßnahmen zwingen lassen wollen, aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, Angst um finanzielle und materielle Sicherung zu haben, psychisch oder physisch zu erkranken, ist Widerstand beinahe ausgeschlossen. Der arbeitslose Mensch, wenn er erst psychologisch gebrochen ist, wird alles mit sich geschehen lassen, und setzt sich nicht mehr zur Wehr. Menschen die glauben, auf sich alleine gestellt zu sein, und immer gesagt bekommen sie seien selbst Schuld, kommen garnicht auf die Idee auf andere zuzugehen, die dieselben Probleme haben. Das ist der zweite Grund warum arbeitslose Menschen sich nicht Verbünden.

Kalkül und Entsolidarisierung
Arbeitslosigkeit ist nicht nur für die betroffenen ein Problem, sondern auch immer eines für arbeitende Menschen. Gibt es eine hohe Anzahl arbeitsloser Menschen, geraten auch die arbeitenden unter zunehmenden Druck. Sie laufen Gefahr, bei einem Fehler oder weil sie zu lange im Krankenstand sind, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Es gibt schließlich in schweren Zeiten eine Vielzahl arbeitsloser Menschen, die beinahe alles tun würden, um eine Stelle zu bekommen. Dadurch wird der Arbeitnehmer zum willigen Spielball der Arbeitgeber. Wenn sie nicht freiwillig unbezahlte Überstunden leisten, nicht auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten, oder sich nicht alles gefallen lassen, könnten sie unter Umständen ihre Arbeit verlieren. Auf diese Art lassen sich Gehälter drücken und soziale Standards immer mehr abbauen.

Von der Masse beinahe unbemerkt, wird von den Entscheidungsträgern, bestehend aus Politik und Wirtschaft, ein weiterer Schritt gesetzt um den Kampf zwischen den Klassen noch zu verschärfen. Es werden zunehmend mehr Arbeitsplätze auf dem so genannten zweiten Arbeitsmarkt geschaffen, in denen arbeitslose und langzeitarbeitslose Menschen ihre Arbeit für die Dauer weniger Monate verrichten müssen. Dabei handelt es sich nicht nur um Dienstleistungen, die ehemals auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelt und gerecht bezahlt wurden, sondern auch um die Fertigung von Teilen für die Autoindustrie, und den Verkauf von Produkten wie Möbeln. So entsteht ein paraleller Arbeitsmarkt, wo keine oder nur sehr geringe Löhne für die Tätigkeiten bezahlt werden, die dort verrichtet werden.

Die Profiteure sind nicht nur die Wirtschaft, die sich Lohnkosten sowie Stückkosten für die Erzeugung der Produkte ersparen, sondern auch die Unternehmen und Betriebe, die nur zu diesem Zweck gegründet wurden, nämlich Sozialökonomische Betriebe. Dadurch können die Löhne auf dem ersten Arbeitsmarkt gedrückt werden, Lohndumping, und der Druck auf die noch arbeitende Bevölkerung angehoben werden. Ihnen wird vor Augen geführt, dass das was sie machen, arbeitslose Menschen viel günstiger können. Ein perfides Spiel, hinter dem Kalkül steckt, das durch die Politik gefördert wird.

Unter arbeitenden Menschen gilt vielfach auch, das arbeitslose Menschen faul sind, das sie sich nicht genug Mühe geben um eine Arbeit zu finden. Diese falsche Doktrin wird von Arbeitgebern, von Politikern und anderen Profiteuren ausgegeben, und von der Bevölkerung schon seit Jahrhunderten als gültig angenommen. Daher entsteht eine weitere Sollbruchstelle zwischen Arbeitern und Arbeitslosen, denn beide Gruppen stehen in einer fremdgesteuerten Konkurrenzsituation. Sie werden sich deshalb auch nicht solidarisieren, da sie gegeneinander ausgespielt werden, und durch das Einhacken der einen auf die andere Gruppe, nur Mißgunst entsteht. Da es keine Einigkeit gibt, gibt es auch keinen Dialog, der es ermöglichen würde dieses falsche Spiel zu durschauen, und zu beenden.
Arbeitslose sind für arbeitende Menschen ein künstlich geschaffenes Feindbild. Wenn jemand Gefahr läuft, seine Stelle zu verlieren, so nimmt er arbeitslose Menschen in ihrer Gesamtheit als Konkurrenten wahr. Die Konkurrenz muß bekämpft, und kann ohne Gefahr, gedeckt durch gesellschaftliche Akzeptanz, diffamiert werden. Die Mittel, die von der Politik und vom AMS dazu eingesetzt werden dieses Feindbild zu erhalten, der Öffentlichkeit aber als Hilfe und Unterstützung dargestellt werden, sind im besonderen bei den arbeitenden Menschen, wie auch dem Rest der Bevölkerung, akzeptiert.

So wird auch jede Verschärfung der Situation arbeitsloser Menschen von allen Willkommen geheißen, die noch einer Arbeit nachgehen, wie auch allen Bevölkerungsschichten die nicht direkt von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Auf dieser Basis findet eine Entsolidarisierung zwischen arbeitenden wie auch arbeitslosen Menschen statt. Ein Dialog wird nicht stattfinden, da arbeitslose Menschen diskreditiert, gebrandmarkt und zum Teil isoliert werden. Unter den arbeitslosen Menschen herrscht ebenfalls keine Solidarität, es gibt keine große Gruppe, die miteinander kämpfen könnte. Durch den Druck der auf sie ausgeübt wird, und die bisher geschilderten begünstigten Faktoren, ergibt sich daraus das dritte und letzte Problem, das einer Solidarisierung arbeitsloser Menschen im Wege steht, um gemeinsam Kämpfen zu können.

Wie du siehst, lieber Leser, ist es also weniger die Unwilligkeit oder Unfähigkeit, die endlich dazu führt sich zu Vereinigen, um einen gemeinsamen Kampf zu führen. Es sind vielmehr historisch bedingte Vorurteile, kalkulierte Isolation, sozialer Druck und die Angst, das zum überleben notwendige Geld zu verlieren. Könnten die oben angeführten Probleme, die dem im Wege stehen, aus der Welt geschafft werden, würde vieles das heute grauenvolle Realität ist, bald der Vergangenheit angehören. Es ist nichts weiter als ein perfides Spiel, in dem es nur wenige Gewinner gibt, die ungestört weiter spielen können, da sie nicht befürchten müssen ausgeschaltet zu werden. Solange kein Umdenken stattfindet, solange sich nicht allgemein durchsetzt, was hinter diesem Spiel steht und wer die Strippen zieht, wer die Profiteure sind, und das nicht nur arbeitslose sondern auch arbeitende Menschen vom gemeinsamen Kampf profitieren, wird es genauso weitergehen und noch schlimmer werden, für beide G!
ruppen. von M.M.

Hochachtungsvoll
W.W. (26.04.11)

(An das Sozialministerium Rechnungshof, Finanzministerium, Volksanwaltschaft und an alle im Parlament vertretenen Parteien
"Steuergeldverschwendung seitens des AMS (Arbeitsmarktservice) durch wiederholte Zuteilung in die gleichen (sinnlosen) Kurse" - 4.04.11)



4.05.11 um 5.57 Uhr- von Ho*. - "Einkommen zur Mindestsicherung?"


Ich beziehe einerseits Notstandshilfe, andererseits Mindestsicherung.
Besuche derzeit einen AMS Kurs und bekomme jetzt Beihilfe zu den Kursnebenkosten (Euro 1,23) und Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes (Eur 2,46). Muss ich dies am Sozialamt /wegen Mindestsicherung) melden, bzw. wird dies dann von der Mindestsicherung abgezogen? Danke im Vorraus. (2.05.11)

Antwort:
das sozialamt ist mit dem "asozialen" AMS verknüpft. die sozialhilfeempfänger sind zu zwangsmassnahmen/Mobbingkursen verpflichtet. daher nehme ich auch an, gibt es einen regen austausch an daten!
in diesem fall wird ev. der AMS bezug auf den sozialhilfe-(Mindestsicherungs)-Richtsatz 752.94 gedeckelt.
Ev. ausser fahrtkosten-zuschuss - in der Mindestsicherung dürfen sie nichts dazu verdienen!
deshalb erkundigen sie sich bei der sachbearbeiterIn ob das sozialamt automatisch die infos erhält.
danke für ev. rückmeldung (ohne Gewähr)



4.05.11 um 5.27 Uhr- von T.E.B. - "AMS-Vordruck anstatt Gehaltszettel?"


Sg Hr Moser

Ich habe folgende Frage.
Die vom AMS vorgeschriebene Lohnbescheinigung
siehe folgender Link
http://www.ams.or.at/_docs/001_lohnb_082006.pdf
muss dies eine Firma ausfüllen bzw ist die Firma dazu gezwungen auszufüllen für das AMS oder reichen normal nicht auch Lohn- Gehaltszetteln?

Gibt es ein Gesetz das die Firmen dazu zwingt diese Lohnbescheinigung auszufüllen?
Was ist wenn eine Firma sagt, nein füll ich nicht aus Mehraufwand sie haben ja eh den Gehaltszettel wo alles draufsteht.

Muss das AMS die Gehalts- Lohnzetteln nicht auch aktzeptieren? Und können damit den Gehalt des Ehegatten- bzw Partnern ermitteln?

Ich frage deshalbt, weil es durchaus im möglichen liegt das eine Firma das als Mehraufwand betrachtet und als Lästig betrachtet und somit der Dienstnehmer dann evtl den Job verliert, weil das AMS diese Bescheinigung zwingend verlangt um den in der Notstandshilfe befindlichen Ehegatten/lebensgefährten zu berechnen.

Eigentlich ist diese Lohnbescheinigung in meinen Augen Kontraproduktiv, da wie im vorigen Absatz beschrieben die Firma wo der Partner beschäfigt ist genervt wird und ja am Lohnzettel/Gehaltszettel das gleiche obensteht den man jedes Monat erhaltet. Und im schlimmsten Fall gbit es dann statt 1 Arbeitslosen gleich 2 , wenn der Partner gekündigt wird weil man dauernd Lohnbescheinigungen bringen soll.

mfg
T.E.B
(2.05.11)

Antwort:
Ja ist nachvollziehbar, dass die monatlich Bearbeitung der AMS-Formulare bez. Gehalt - obwohl die Lohnzettel die selben Daten liefern - die Firma nerven!
Eigentlich müssten die Lohn/Gehaltzetteln auch reichen, umsomehr, als das ev. schon mal ein AMS-Vordruck ausgefüllt wurde -
"und sichtbar/klar ist, dass es nur eine Anstellung mit nur einem Lohnzettel gibt?"

Ev. holen sie sich Rat von Rechtsgelehrten: Hier bietet sich die Solidaritätsgruppe an:
Solidaritätsgruppe
Schottengasse 3A/1/4/59
1010 Wien
Tel.: (0699) 112 25 867
Fax: (01) 532 74 16
E-Mail: info@solidaritaetsgruppe.org
http://solidaritaetsgruppe.org (Bitte um Rückmeldung)


4.05.11 um 4.30 Uhr- von Pi*. - "Zuweisung zu Schmarotzer-Betrieb SÖB"


Hallo Herr Moser,
ich habe folgende dringende Frage: Ich habe eine Zuweisung zu einem SÖB bekommen (via Post und ohne Begründung, warum ich diesen SÖB absolvieren soll). Ich habe jetzt auf der Website dieser Firma nachgesehen und da steht, dass eine Ertragsminderung von 30% für die Absolvierung dieser Maßnahme notwendig ist. Nun, ich habe keine Minderung meiner Arbeitsfähigkeit, bin aber öfter krank. Wie soll ich mich verhalten? Ich halte diese Maßnahme für vollkommen sinnlos, weil es keine Qualifikation für mich bedeutet und reine Zeitverschwendung und Geldverschwendung wäre. Ich möchte aber auch kein Risiko eingehen, um meine Krankenversicherung nicht zu verlieren (Sperre). Ich bitte Sie dringend um Rat!
Mit freundlichen Grüßen
Pi.
(1.05.11)

Antwort: "Ausbeutung / Entrechtung"
Die Schwierigkeit liegt auch darin begraben, dass die AlVG-Novelle 08 den "Fakt"/"Versuch?" schaffte, den Unterschied zwischen "Massnahme" und zumutbares Dienstverhältnis zu "verschleiern". Was dazu führt, dass Arbeitslose bei "Existenzsicherungsvernichtung" in befristete Arbeitsverhältnisse gezwungen werden können! Per eigens dafür zugeschusterte KV deren Einkommen und Rechte minimiert sind! Die betroffenen Menschen also ausgebeutet werden!
(Klar irgendwer muss die Millionen-Einkommen der oberen sozialen Schicht verdienen! >Die für diese Gesetze verantwortlich sind!)

Wenn 30% verminderte Leistungsfähigkeit Voraussetzung ist, so haben sie bei ev. Bezugssperre wegen Verweigerung einen Berufungsgrund der Erfolg verspricht!
Mit rechtswidriger Sperre ist aber immer zu rechnen!

Auch bei einer Sperre bleiben sie durch eine Schutzfrist krankenversichert!

Viele dieser "Zumutungen" - "Äh-mH" - zumutbare DV. haben Massnahmen vorgeschalten / Ev. ein oder zwei Monate - Was dann nichts mit einer zumutbaren Beschäftigung sondern mit Zwangsmassnahmen zu tun hat. Für die Regeln gelten und aber "meist" nicht eingehalten werden! Sperren wegen dieser Massnahmen sind dann zu berufen!
zu SÖB und/mit vorgeschaltenen Deppenkurs : (ohne Gewähr)



3.05.11 um 7.15 Uhr- von Sc*. - "Erfahrungen zu Phönix?"


Schönen Samstag lieber Christian,

gibt es aktuell Erfahrungen zu obiger Maßnahme von Phönix, die über 1 Jahr dauern soll?

Herzlichen Dank.
Liebe Grüße aus Wien,
Sc. (30.04.11)

Antwort:
nein habe keine aktuellen infos
sollte es sich noch immer um eine aufsuchende vermittlung handeln, so müsste dies freiwillig sein
Aufsuchende Vermittlung / SÖB mit vorgeschaltenen/und Deppenkurs : (ohne gewähr)

2.05.11 um 18.47 Uhr- von Sc. - Genau, aufsuchende Vermittlung
Hallo lieber Christian,
genau richtig, es handelt sich um eine aufsuchende Vermittlung.
Herzlichen Dank für die kompetente Info.

Liebe Grüße aus Wien, dankbar, Sc.



3.05.11 um 7.10 Uhr- von Stephan- "Neuregelung bezüglich Wohnbeihilfe"
"Hinterhältige Gesetzgebung einer menschenverachtenden Parteienlandschaft als Waffe im Kampf gegen sozial Benachteiligte"


hallo christian.

und an alle mitleser.
wie mir nun zur kenntnis gelangte, ist seit 1.1.11 eine neuregelung bezüglich wohnbeihilfe in kraft.

nun muss nachgewiesen werden,dass im zeitraum der letzten 7 jahre ein einkommen von mindestens 800,- euro für den zeitraum eines gesamten jahres nachgewiesen werden muss (alimente werden als einkommen gerechnet,sozialhilfe nicht) um nicht grundsätzlich einer ablehnung des antrages auf WBH gegenüberzustehen.

da sich diese gesetzesänderung der kenntnis ALLER rechtsexperten entzieht,wollte ich es anfangs selbst nicht glauben.
ich erhalte in den nächsten tagen den schriftlichen bescheid der betroffenen darüber,erst dann kann ich die genaue aktenzahl oder den gesetzestext auf den sich das beruft , benennen.

angesichts dieser gesetzgebung zeigt sich wieder eindeutig,dass die hinterhältige gesetzgebung einer menschenverachtenden parteienlandschaft in unserem land,die waffen im kampf gegen sozial benachteiligte ständig verschärft.
das alles natürlich klammheimlich ohne,dass die breite bevölkerung davon kenntnis erlangt.

abgesehen davon erhalten neupensionisten seit 1.1.11 ebenfalls keine 13+14 monatszahlungen mehr,was die eröffnung des kampfes auch gegen pensionisten eingeläutet hat.

wann werden die unterdrückten und versklavten menschen endlich aufwachen und sich zusammenschliessen,auf das endlich den menschenverachtenden,korrupten,unfähigen,sowie überbezahlten politiker-sozialschmarotzern die soziale hängematte abgedreht wird,in denen diese sich gemütlich,selbstverständlich auf kosten aller anderen staatsbürger,
genüsslich suhlen,und dabei nichts anderes zuwege bringen als permanent die geniederten massen immer weiter ihrer existenzgrundlage zu berauben.

nur um weiterhin in ihrer busi-bussi seitenblickementalität tagtäglich unsägliches elend zu produzieren und dann auch noch süffisant und überheblich auf diejenigen, die jeden tag einen überlebenskampf führen müssen, herabzublicken.

werde in den nächsten tagen den dazugehörigen gesetzestext nachliefern.

liebe grüsse stephan (2.05.11)

7.05.11 um 7.54 Uhr - Einwand bez. Pension: Auszug aus einem E-Mail
>Selbstverständlich werden die Pensionen auch in Zukunft 14 Mal im Jahr ausbezahlt! Es haben sich nur einige Dinge im Detail geändert.

Die erste Sonderzahlung nach Pensionsantritt wird, wenn dieser unter dem Jahr und nicht mit 1.1. erfolgt, aliquotiert. Das hängt damit zusammen, dass beim Ausscheiden aus dem Beruf für die vor dem Pensionsantritt liegenden Monate vom Dienstgeber bereits eine aliquote Sonderzahlung erfolgen muss. Das ist zwar eine Verschlechterung, aber durchaus verständlich.

Weiters wird der Auszahlungstermin der zweiten Sonderzahlung von September auf Oktober verschoben, das erspart den Pensionsversicherungsträgern, die in den Monaten, in denen dies Sonderzahlungen fällig siind, oft kurzfristige Kredite aufnehmen müssen, einiges an Zinsen.

Und drittens wird die erste Pensionanpassung auf das zweitfolgende Jahr nach Pensionantritt verschoben, was tatsächlich in Extremfällen zu einer 23-monatigen Wartezeit auf die erste Pensionanpassung führen kann. Dagegen wehren sich aber die Seniorenverbände und wollen eine Rücknahme dieser Neuregelung erreichen.
Sozialberater
PVÖ Wien (6.05.11)

("Einträge ohne Gewähr")

10.05.11 um 6.52 Uhr - von Stephan - "Eine derartige Interpretation"
erstens ist dieser sozialberater noch nicht einmal des lesen mächtig,bzw.wurde dieser von ** absichtlich falsch informiert,weil dann wäre er zu der erkenntnis gekommen,dass sich die unkenntnis von rechtsexperten auf die neuerungen bezüglich wohnbeihilfe bezieht.

zweitens ist dann scheinbar auch dem reporter der presse karl ettinger (die presse.com) grundsätzlich kritisch gegenüberzutreten.
hier der original-text aus der printausgabe,als auch des internetberichtes.
damit sich jeder selbst eine meinung darüber bilden kann,WER jetzt falschinformationen verbreitet.
zumal nicht einmal die originalemailadresse des sozialberaters des PVÖ ersichtlich ist.

13. Pension wird erstmals in Sparvariante bezahlt
25.04.2011 | 15:10 | Von Karl Ettinger (DiePresse.com)
und diese neuerungen betreffen sehr wohl neupensionisten die mit stichtag 1.1.11 in die pension eingetreten sind und nicht wie die falschinformation eines sozialberaters,diejenigen die erst unter dem jahr in die pension eintreten!!!!!!
(aber was sollen parteinahe stellen wohl auch anderes antworten,erinnert euch an die antworten hunderter beschwerdemails an verschiedenste ombudsstellen oder parteien,seltsam wie sich die verharmlosungen oder wortverdrehungen in allen fällen wie auch hier ähneln)

abgesehen davon lässt sich eine derartige interpretation meines bewusst kurz gehaltenen satzes ( im original: "abgesehen davon erhalten neupensionisten seit 1.1.11 ebenfalls keine 13+14 monatszahlungen mehr,was die eröffnung des kampfes auch gegen pensionisten eingeläutet hat." was sich auf die nachweislichen und unwiderlegbaren fakten einer kürzung durch die aliquotierung bezieht),
nur von ** ableiten,dass IN ZUKUNFT NIE mehr sonderzahlungen erfolgen.
in der version des sozialberaters des PVÖ (siehe oben mail)

jeder der sich beide schriftversionen (meiner auf soned und der untenstehenden interpretation des sozialberaters) in augenschein nimmt,kann sich anhand der unwiderlegbaren tatsachen selbst davon überzeugen,dass in meinem wortlaut sich keine derartige formulierung finden lässt, die sich mit der eigenmächtigen interpretation des sozialberaters deckt.

liebe grüsse stephan (8.05.11)

11.05.11 - Ps.: originalwortlaut der wien.gv-seite:
Keine Wohnbeihilfe ohne Einkommensnachweis
Personen, die kein Einkommen nachweisen können, kann keine Wohnbeihilfe gewährt werden. Es muss zumindest ein Einkommen in der Höhe des Richtsatzes für Ausgleichszulagen nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz nachgewiesen werden. Oder es muss zumindest einmal ein Einkommen über einen ununterbrochenen Zeitraum von zwölf Monaten in den letzten 10 Jahren vor Antragstellung erzielt worden sein.

http://www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung/ahs-info/wohnbeihilfe/einkommensnachweis.html

der ausgleichzulagenrichtsatz beträgt 2011 793,40 €
http://sozialinfo.wien.gv.at/content/de/10/InstitutionDetail.do?it_1=2100637&senseid=1259



3.05.11 um 6.30 Uhr- von T. M. - Ich rate jeden der etwas Probleme mit dem AMS hat eine Begleitperson mitzunehmen, es wirkt wirklich Wunder!


Sehr geehrter Herr Moser!

Betreffend meines Problemes mit dem AMS (nach Karenz wieder schwanger)
habe ich Ihren Rat befolgt und bin mit Begleitung zu meiner Beraterin gegangen und siehe da sie war total freundlich. Ich habe keinen Kurs aufgezwungen bekommen, sondern nur einen neuen Termin in zwei Monaten.

Eine Kleinigkeit habe ich nicht verstanden und zwar, weil ich verheiratet bin und mein Mann vollzeit beschäftigt ist, würde ich nach Ablauf der 6 monatigen Arbeitslosen keine Notstandshilfe bekommen. Heißt dies jetzt, dass ich dann nicht mehr versichert bin und in der Luft hänge und kein Geld bekomme oder wie ist dies zu verstehen? Sie war auch der Meinung, dass ich kein Wochengeld von der Gebietskrankenkasse bekommen würde.
Ich werde zwar weiterhin nach einer Arbeit suchen ist aber in der derzeitigen Situation nicht so leicht eine zu finden.

Ich rate jeden der etwas Probleme mit dem AMS hat eine Begleitperson mitzunehmen, es wirkt wirklich Wunder!
Vielen Dank

T. M. (2.05.11)

(18.04.11 von T*. - "Ich habe im Moment auch ein kleines Problem mit dem AMS.")

Antwort:
"So ist es: Sie bekommen keinen Notstand, weil davon ausgegangen wird, dass sie sich durch die Ehe in keiner Notlage befinden. (?) Deshalb wird ihnen das Einkommen des Partners angerechnet!

Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen, weil es zu einem Prozess vor dem europäischen Gericht kommt!
Siehe die Antwort an G. G*.vom 1.05.: "Diskriminierung"

Ps.: Sie stellen trotzdem "sämtliche" Anträge!
Und lassen sich Absagen per schriftlichen Bescheid mitteilen! (Sind "ev." zu berufen!)

Nie mündlich (wegen irgendwas) von AMS-SachbearbeiterInnen abwimmeln lassen! Das AMS ist zu unseriös (Das färbt auf viele MitarbeiterInnen ab)"


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